Diese Version von ADABAS D umfaßt folgende Komponenten:
Der Server ist eingeschränkt auf maximal 100 MB Daten und maximal 5 parallele ODBC-Verbindungen. Außerdem fehlt die Verteilungsfunktionalität (keine Replikation möglich).
Mindestvoraussetzungen zum Installieren sind:
Die freie Version von ADABAS D ist für die Betriebssysteme Windows95 und Windows NT (ab Version 3.51) verfügbar; aufgrund von Fehlern in Windows NT muß dort das Service Pack 4 installiert sein.
Zur Installation muß man das Programm setup.exe starten, das sich im Wurzelverzeichnis der ADABAS D-Distribution befindet. Dieses Installationprogramm fragt unter anderem nach dem Verzeichnis, in dem ADABAS D installiert werden soll (wird auf Wunsch erzeugt), und nach der gewünschten Größe der Demo-Datenbanken; zur Auswahl stehen 20 MB, 50 MB und 100 MB. Nach Beantwortung aller Fragen beginnt die eigentliche Installation,die ohne Interaktion komplett automatisch abläuft.
Nach der erfolgreichen Installation liegen alle zu ADABAS D gehörenden Dateien im Zielverzeichnis, dazu wurden einige Bibliotheken (DLLs) in das Systemverzeichnis von Windows kopiert. Außerdem wird ADABAS D als ODBC-Datenquelle für die Demo-Datenbank eingetragen, und unter Windows NT werden passende Dienste angemeldet.
Im Programm-Manager existieren nun zwei neue Gruppen mit den Namen ADABAS D Personal Edition für die Programme und ADABAS D Personal Edition - Online Help für die Hilfetexte. Außerdem ist eine Umgebungsvariable DBROOT neu eingerichtet, und die Umgebungsvariablen INCLUDE, LIB und PATH passend ergänzt worden.
Soll ADABAS D unter Windows NT allen Nutzern zur Verfügung stehen, müssen sowohl die Programmgruppen als auch die Umgebungsvariablen systemweit bekannt gemacht werden. Für die Programmgruppen muß man neue System-Programmgruppen einrichten und alle Icons aus den beiden persönlichen ADABAS D-Programmgruppen in die Systemgruppen verschieben. Für die Umgebungsvariablen muß man (mit Administrator-Rechten) in der Systemsteuerung den Dialog System öffnen und kann dann die systemweiten Umgebungsvariablen editieren und neue einrichten; die passenden Definitionen findet man im gleichen Dialog unter den persönlichen Umgebungsvariablen. Achtung: Nur der Benutzer, der ADABAS D installiert hat, kann Datenbankdienste starten oder beenden; er ist also der Datenbank-Administrator (DBA). Wenn also andere zum Beispiel die Demo-Datenbank benutzen können sollen, muß diese vom DBA gestartet worden sein. Wenn der DBA sich dann ausloggt, fragt Windows NT nach, ob der Prozeß beendet werden soll; diese Frage muß mit 'Nein' beantwortet werden.
Zunächst muß man sich für eine Datenbank entscheiden. Mit ADABAS D wird auch eine Demo-Datenbank namens MYDB installiert, die Daten für die Demo-Applikationen enthält. Diese Datenbank kann natürlich auch für eigene Zwecke verwendet werden. Will man dagegen eine neue Datenbank erzeugen, kann man das mit dem Programm Control erreichen.
Die komfortabelste Möglichkeit, nun SQL-Anweisung ausführen zu lassen, bietet das Programm QueryPlus, dessen Icon in der Programmgruppe ADABAS D Personal Edition zu finden ist. Nach dem Start des Programmes muß man erst die Datenbank wählen, mit der man arbeiten möchte. Dazu wählt man im Menü Database den Punkt Connect, im dann erscheinenden Dialog kann man sich eine Datenbank aus der Liste der möglichen heraussuchen. Mit dem Knopf Connect erscheint ein weiterer Dialog, in dem nach dem Benutzernamen und dem dazugehörigen Passwort gefragt wird, bevor die Verbindung zur Datenbank hergestellt wird. Will man einfach dieselbe Datenbank wie beim letzten Mal benutzen, reicht ein Klick auf den Knopf mit dem Schlüsselsymbol links unter der Menüleiste.
Hat man nun erfolgreich die Verbindung zu einer Datenbank hergestellt, bekommt man mit dem Punkt SQL des Menüs Database in einem Dialog eine Übersicht der existierenden SQL-Anfragen. Der Dialog enthält einen mit New beschrifteten Knopf; ein Klick auf diesen Knopf erzeugt ein Fenster, das einen Editierbereich und drei Knöpfe anbietet. In den Editierbereich kann man nun beliebige SQL-Anweisungen eingeben, durch einen Lick auf den Knopf Save in eine Datei speichern, und/oder durch Klick auf den Knopf Execute ausführen lassen. Die Ergebnisse von SQL-Anfragen werden in eigenen Fenstern dargestellt und können ebenfalls abgespeichert werden. Der Knopf Close schließt das SQL-Fenster wieder. Durch einen Klick auf den mit SQL gekennzeichneten Knopf unter der Menüleiste kann man jederzeit wieder ein SQL-Fenster öffnen.
Eine andere Möglichkeit bietet das Programm Domain: Es dient dem Entwurf von Relationen und allen anderen Elementen, die ADABAS D zur Verfügung stellt (u.a. Triggern, Integritätsbedingungen, Stored Procedures). Auch hier muß man erst mit dem Punkt Open database im Menü Database eine Datenbank wählen, bevor man damit arbeiten kann. Neben einem Dialog-orientierten Zugang zur Datenbank-Definition gibt es dann auch die Möglichkeit, direkt SQL-Anweisungen ausführen zu lassen. Dazu muß man im Database-Menü das Kommando SQL wählen; dadurch wird ein Fenster geöffnet, in das beliebige SQL-Anweisungen eingegeben werden können. Um diese Anweisungen dann ausführen zu lassen, klickt man auf den mit einem Ausrufezeichen gekennzeichneten Knopf links unter der Menüleiste. Ergebnisse werden hier im selben Fenster angezeigt, so daß Anfragen eher umständlicher werden als mit dem Programm QueryPlus.
Alle Programme kann man über den Punkt Exit im Menü File beenden.
Zum Erzeugen einer neuen Datenbank muß das Programm Control gestartet werden. Es fragt nach einem Benutzer, dessen Passwort und der zu öffnenden Datenbank. Einige vordefinierte Benutzer samt Passwörtern sind im Dokument README.1st (im Zielverzeichnis der ADABAS D-Installation) angegeben. Gibt man eine noch nicht existierende Datenbank an, bietet das Programm die Erzeugung dieser Datenbank an. Dazu fragt es in einer Reihe von Dialogen nach allerlei Daten, wobei man immer die vorgeschlagenen Werte akzeptieren kann. Beachtung verdienen folgende Angaben:
Hat man alle notwendigen Angaben gemacht, richtet Control die neue Datenbank ein und erzeugt die Systemtabellen. Dabei meldet das Hilfsprogramm Console, das von Control aufgerufen wird, einen SQL-Fehler, der aber ignoriert werden kann. Nach dem Einrichten der Datenbank kann Control beendet werden.
Die neue Datenbank existiert nun zwar und kann auch im Programm Domain verwendet werden, ist aber für das Programm QueryPlus und alle anderen auf ODBC aufsetzenden Programme noch nicht verfügbar. Dazu muß erst eine entsprechende ODBC-Datenquelle mit dem Dialog ODBCder Windows Systemsteuerung erzeugt werden; am besten schaut man sich erst die Definition der Datenquelle ADABAS D - MYDB an und erzeugt dann eine ähnliche für die neue Datenbank.
Der von ADABAS D unterstützte SQL-Dialekt sowie die weiteren akzeptierten Dialekte von ANSI, IBM DB2 und Oracle sind in den Texten der Online-Hilfe ausführlich beschrieben. Deshalb habe ich auf die Erläuterung hier verzichtet, zumal keine weitere Dokumentation mitgeliefert wird.